„Ennie“ war der Collie meiner Kindertage und ist für mich immer ein Kindertraum geblieben.

Aus diesem Grund kam daher vor zehn Jahren der Langhaar-Rüde „Black Jack“ (Yamo vom Rosennest) bei uns ins Haus. Damals waren meine Kinder fünf, drei und ein Jahr alt.
Collies haben einen angeborenen Hütetrieb. Daher mußte ich Jack auch als Welpen gleich abgewöhnen, dem kleinen Ludwig, der zu dieser Zeit bereits stolz auf seinen kleinen Beinchen lief, in selbige zu zwicken.

Kurze Zeit später aber fand Jack gefallen daran, die Kinder auf Spaziergängen „zusammenzuhalten“. Und so war es für alle ein riesen-Spaß ihn den „Ausreißern“ oder „Nachzüglern“ hinterher zu schicken. Auch wenn ein Kind mal in einiger Entfernung von Mama hinfiel, war Jack sogleich tröstend zur Stelle. Welch ein Segen!

Dazu kam zwei Jahre später die ebenfalls langhaarige Hündin „Nala“ (Ebony vom Siebengebirge), die durch ihre sanfte und schmusige Art besonders den Mädchen Freude machte.

Auf den Kurzhaarcollie als idealen Begleiter einer Familie kam ich dann erst 2007, als mir Frau Cordula Weiß ihren wunderbaren blue - merle Rüden „Moondog“ (Kalalassie´s as likely as a blue moon) buchstäblich ins Haus brachte. Hierfür noch einmal meinen herzlichsten Dank! Frau Weiß kam mit Moondog damals aus Süddeutschland gereist, da ich wiedermal einen kleinen Säugling im Arm hatte, der mir das Reisen doch etwas schwer machte. Wir haben hier zwei schöne Tage zusammen mit den Hunden verbracht – mit im Gepäck war noch der bis dahin verbliebene Teil des Wurfes. Herrlich!! Im Wohnzimmer wuselten Kinder und Hunde.

Auf Moondog folgte zuletzt noch die Kurzhaarcollie-Hündin „May“ (Gilly Burrows from Hobbit´s Home), über die ich ebenfalls sehr glücklich bin. Vielen Dank an Anita van Bussel, die mir die Hündin überließ! Ich hoffe mit ihr den Grundstein für meine eigene Kurzhaarcollie-Zucht eines Tages legen zu können.

Entgegen manchen Vorurteilen muß ich sagen, daß das gemeinsame Großziehen von Kindern und Hunden hervorragend klappt!
Ich bin inzwischen Mutter von fünf Kindern und besitze derzeit drei Collies, von denen einer quasi noch im Welpenalter hier herumflitzt, während mein jüngster Sohn sich im Krabbeln übt.
Natürlich müssen die Hunde lernen, daß das Kinderspielzeug tabu ist, daß sie die Kinder weder zu beißen haben (auch nicht im Spiel) noch sie umrennen dürfen. Aber dies ist - wie auch in den von mir empfohlenen Büchern von Uli Köppel beschrieben – mit Konsequenz und artgerechter Tabuisierung durchaus möglich.

Es wachsen Kinder heran, die von klein auf lernen, mit Tieren umzugehen und keine Angst sondern Respekt vor Hunden zu haben. Gleichzeitig bildet man Hunde aus, die freundlich und offen gegenüber anderen Menschen (insbesondere Kindern) werden und so als angenehme Begleiter mit durchs Leben gehen können.

Auf jeden Fall bin ich überzeugt, daß besonders der Kurzhaar Collie, der in der Pflege deutlich einfacher ist, als sein langhaariger Verwandter, ein idealer Hund für die Familie ist! Er passt in nahezu jede Lebenslage und ist durch seine unkomplizierte Art und sein freundliches Wesen ein wunderbarer Begleiter – gerade auch im Urlaub.

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1974 in Hamburg